Begriffe aus der Welt des Stroms - Glossar

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Anschlussleistung
Anschlussleistung, auch Anschlusswert, ist die maximal von einem Energieversorger an der jeweiligen Anschlussstelle bereitgestellte und in der Auslegung der Installation zugrunde gelegte Leistung bei der Versorgung mit elektrischer Energie

Arbeitspreis
Arbeitspreis ist das Entgelt je verbrauchter Einheit an elektrischer Arbeit, angegeben als Euro (oder umgerechnet in Cent) pro Kilowattstunde (€/kWh). Das zu zahlende Arbeitsentgelt (in €) ergibt sich aus den verbrauchten Einheiten (kWh) multipliziert mit dem Arbeitspreis (€/kWh).

Ausgleichsenergie
Unter Ausgleichsenergie versteht man die elektrische Energie, um die der Verbrauch eines Bilanzkreises vom prognostizierten Verbrauch abweicht. Sie ist das Pendant auf dem Abrechnungsmarkt zur Regelleistung (Beschaffungsmarkt).

Ausgleichsmechanismenverordnung
Die Ausgleichsmechanismenverordnung ist eine zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2014) erlassene Rechtsverordnung, die die Vermarktung des aus erneuerbaren Energien ab 1. Januar 2010 erzeugten Stroms dahingehend ändert, dass auf der Ebene der bundesweiten Übertragungsnetzbetreiber dieser Strom bereits verkauft werden und daher nicht mehr von den die Endverbraucher beliefernden Versorgungsunternehmen abgenommen werden muss.

Benutzungsdauer (Letztverbraucher)
Gibt die Zahl der Tage an, die erforderlich wäre, um den Jahresverbrauch bei maximaler Tagesmenge zu entnehmen.

Betriebsnummer „Lieferanten“
Die achtstellige Betriebsnummer wird von der Bundesnetzagentur als Kennzahl für die Zuordnung und Identifikation des Unternehmens je Tätigkeitsfeld vergeben und ist an der führenden 2000 und weiteren vier Stellen zu erkennen (z.B. 20001234).

Betriebsnummer „Netzbetreiber“
Die achtstellige Betriebsnummer wird von der Bundesnetzagentur als Kennzahl für die Zuordnung und Identifikation des Unternehmens je Tätigkeitsfeld vergeben und ist an der führenden 1000 (Elektrizität) bzw.1200 (Gas) und weiteren vier Stellen zu erkennen

Bilanzkreis
Ein Bilanzkreis ist ein virtuelles Energiemengenkonto für Strom und Gas. Der Bilanzkreis stellt die Verbindung zwischen der virtuellen Welt des Strom- und Gashandels und der physischen Welt der Energielieferung und der Netzstabilität her. Mit Hilfe der Bilanzkreise wird sichergestellt, dass nur genau die Energie verkauft oder geliefert werden kann, die produziert oder gefördert wurde und dass jeder Energielieferant seine Mengen auch exakt an den Energiemärkten oder über eigene Erzeugung bzw. Förderung beschafft hat.

Blindleistung
Im elektrischen Energieversorgungsnetz soll Energie vom Erzeuger zum Verbraucher übertragen werden. In betriebenen Netzen fließt häufig mehr Energie zwischen dem Erzeuger (Kraftwerk) und einem elektrischen Verbraucher (beispielsweise elektrische Maschine), als in derselben Anzahl von Perioden im Verbraucher umgesetzt wird. Diese zusätzliche Energie pro Zeit, die nichts zur Wirkleistung („tatsächlichen Leistung“) beiträgt, ist im Allgemeinen unerwünscht und wird als Blindleistung bezeichnet.

Blockheizkraftwerk
Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) ist eine modular aufgebaute Anlage zur Gewinnung elektrischer Energie und Wärme, die vorzugsweise am Ort des Wärmeverbrauchs betrieben wird. Es kann auch Nutzwärme in ein Nahwärmenetz eingespeist werden. Sie nutzt dafür das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung.

COGIX
Der COGIX (COGeneration IndeX) ist ein Wirtschaftlichkeitsindikator für KWK-Anlagen, die am Strommarkt agieren. Ähnlich wie beim Spark Spread, bzw. dem Green Spark Spread incl. CO2-Emissionskosten, wird ein Deckungsbeitrag aus Stromerlösen und Kosten für Brennstoff incl. CO2-Emissionen berechnet. Zusätzlich werden beim COGIX auch noch die Wärmeerlöse der KWK-Anlage betrachtet.

Contracting
Contracting bezeichnet energiebezogene Dienstleistungen

Durchleitung
Der regionale Netzbetreiber ist verpflichtet, sein Stromnetz für alle Stromanbieter zur Verfügung zu stellen. Im Gegenzug bezahlt der Stromanbieter ein Netznutzungsentgelt, das auf die Stromrechnung des Kunden umgelegt wird. Die Höhe der Netzgebühren werden durch die Bundesnetzagentur reguliert.

Eigenerzeugung
die Erzeugung elektrischer Energie durch eigene Anlagen z.B. Windkraft, Photovoltaik, BHKW

Eigenstromprivileg
die Befreiung von der EEG-Umlage für selbst erzeugten Strom

Eigenverbrauch
der Anteil der z. B. mit einer Photovoltaikanlage erzeugten elektrischen Energie, der selbst verbraucht wird

Einspeisemanagement
Organisation der Einspeisungen elektrischer Energie in ein Stromnetz

Einspeisevergütung
Eine Einspeisevergütung, auch Einspeisungsvergütung, ist eine staatlich festgelegte Vergütung von Strom, die dazu dient, bestimmte Arten der Stromerzeugung zu fördern. In der Regel handelt es sich dabei um Erneuerbare Energien, d. h. Windkraft-, Solar, Wasserkraft-, Geothermie- und Biomasseanlagen, allerdings erhalten in manchen Staaten auch andere Arten der Stromerzeugung eine Einspeisevergütung.

Elektronische Zähler
Die seit einigen Jahren neu entwickelten elektronischen Energiezähler enthalten keine mechanisch bewegten Elemente. Der Stromfluss wird wahlweise mittels Stromwandlern, Strommesssystemen mit Rogowskispulen, Nebenschlusswiderständen oder Hall-Sensoren erfasst. Die Weiterverarbeitung der Messwerte erfolgt mit einer elektronischen Schaltung. Das Ergebnis wird einer alphanumerischen Anzeige (meist Flüssigkristallanzeige, LCD) zugeführt.

Energie-Contracting
Energie-Contracting bezeichnet energiebezogene Dienstleistungen

Energieeffizienz
Die Energieeffizienz ist das Verhältnis von Ertrag an Leistung, Dienstleistungen, Waren oder Energie zu Energieeinsatz

Energiemanagement
Zum Energiemanagement gehört die Planung und der Betrieb von energietechnischen Erzeugungs- und Verbrauchseinheiten. Ziele sind sowohl die Ressourcenschonung als auch Klimaschutz und Kostensenkungen, bei Sicherstellung des Energiebedarfs der Nutzer. Der Teilbereich Energiecontrolling unterstützt das kosten- und materialeffiziente Energie- und Stoffstrommanagement.

Energiemarkt 
Der liberalisierte Energiemarkt beschreibt den Markt der leitungsgebundenen Energieversorgung durch die Energieversorgungsunternehmen mit Strom und Erdgas, bei dem möglichst viele Teile der Lieferkette dem freien Wettbewerb unterliegen

Energieeinsparverordnung
rechtlichen Grundlage der Ermächtigung durch das Energieeinsparungsgesetz (EnEG)

EPEX
Die europäische Strombörse EPEX SPOT SE (European Power Exchange) ist eine Börse für kurzfristigen Stromgroßhandel in Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden, Belgien, Österreich, der Schweiz und Luxemburg. 2015 fusionierte EPEX SPOT mit der APX Group.

Frequenzregelung Frequenzumrichter
Ein Frequenzumrichter ist ein Stromrichter, der aus Wechselspannung eine in der Frequenz und Amplitude veränderbare Wechselspannung für die direkte Versorgung von elektrischen Maschinen wie Drehstrommotoren generiert.

Graustrom
Der Begriff Graustrom, teilweise auch als Egalstrom bezeichnet, bezeichnet im Stromhandel gehandelte elektrische Energie unbekannter Herkunft. Graustrom kann sowohl Energie aus fossilen Energieträgern oder Atomkraftwerken als auch Strom aus regenerativen Energiequellen enthalten.

Grenzpreis
Der Grenzpreis ist für Energieversorgungsunternehmen ausschlaggebend bei der Feststellung, ob ein Stromkunde der Pflicht zur Zahlung der Konzessionsabgabe unterliegt. Er wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) veröffentlicht. Voraussetzung ist dabei, dass der betreffende Kunde ein Sondervertragskunde für die Belieferung mit elektrischer Energie ist, was wiederum an Bedingungen geknüpft ist.

Grundversorgung
Die Grundversorgung ist das Zurverfügungstellen von wichtiger Infrastruktur, Dienstleistungen (Universaldienst), Preisstützungen und Transferleistungen für die gesamte Bevölkerung. Die Grundversorgung mit Strom ist Aufgabe der Elektrizitätswirtschaft und umfasst alle Einrichtungen und Tätigkeiten, die für die Belieferung der Verbraucher mit elektrischer Energie erforderlich sind.

Grünstromprivileg
Der Begriff Grünstromprivileg bezeichnet in Deutschland umgangssprachlich die gesetzliche Regelung zur teilweisen oder vollständigen Befreiung der Elektrizitätsversorgungsunternehmen von der Zahlung der EEG-Umlage, wenn diese bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Hochspannungsleitung
Hochspannungsleitungen sind Stromleitungen zur Übertragung von elektrischer Energie über große Distanzen. Da die Leistungsverluste umso geringer sind, je höher die zur Übertragung verwendete Elektrische Spannung ist, werden sie mit Spannungen über 10 kV bis etwa 1 MV betrieben

Independent Power Producer
Als Independent Power Producer bzw. unabhängiger Stromerzeuger, werden international in der Elektrizitätswirtschaft solche Betreiber von Kraftwerken und anderen Anlagen zur Stromerzeugung bezeichnet, die im Gegensatz zu „klassischen“ Stromversorgungsunternehmen nicht über ein eigenes Stromnetz verfügen, um die produzierte elektrische Energie („Strom“) zu übertragen und an Endverbraucher zu verteilen.

intelligentes Messsystem = iMSys
Ein intelligenter Zähler - Smart Meter - ist im engeren Sinne ein Stromzähler, der digital Daten empfängt und sendet und dazu in ein Kommunikationsnetz eingebunden ist. Empfangene Daten sind z. B. Tarifänderungen, gesendete Daten z. B. der Stromverbrauch.

Intradaymarkt
Im Intradaymarkt (kurzfristiger Stromgroßhandel) werden nach Schluss des Spotmarkt Handels noch kurzfristige Geschäfte getätigt, um beispielsweise auf Abweichungen der Last von der Prognose reagieren zu können. Mit den erneuerbaren Energien ergab sich der dringende Bedarf für einen noch kurzfristigeren Handel. Der Intradaymarkt wurde dafür geschaffen. Hier kann der Stromversorger, den Strom für Stunden und Viertelstunden bis kurz vor Lieferbeginn einkaufen und hier werden täglich auch kurzfristige Überschüsse verkauft.

Jahreshöchstlast
Die maximal auftretende Leistung, die in einem Stromnetz während eines Jahres nachgefragt wird und in einer kleinen Zeitspanne von 15 Minuten ermittelt wird, bezeichnet man als Jahreshöchstlast.  Ihre Höhe ist relativ gut vorhersehbar, oft im Winter und hängt von Wetterbedingungen, wie starke Fröste ab.

Kapazitätsmarkt
Ein Kapazitätsmarkt bezeichnet ein Element des Marktdesigns für den Strommarkt, bei der ein Handel nicht mit verbrauchter Strommenge, sondern bereitgestellter gesicherter Leistung stattfindet. Dadurch erhalten Kraftwerksbetreiber Geld unabhängig davon, ob ein Kraftwerk (zeitweise) weniger oder keinen Strom erzeugt.

Kraft-Wärme-Kopplung
Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) bzw. Wärme-Kraft-Kopplung (WKK) ist die gleichzeitige Gewinnung von mechanischer Energie, die in der Regel unmittelbar in elektrischen Strom umgewandelt wird, und nutzbarer Wärme für Heizzwecke (Fernwärme oder Nahwärme) oder für Produktionsprozesse (Prozesswärme) in einem gemeinsamen thermodynamischen Prozess, üblicherweise in einem Heizkraftwerk. Es ist somit die Auskopplung von Nutzwärme insbesondere bei der Stromerzeugung aus Brennstoffen.

Lastprognose
Unter Lastprognose wird in der Energiewirtschaft die Vorhersage des elektrischen Energieverbrauches (Last) oder Gasverbrauches eines bestimmten geografischen Gebietes, eines Versorgungsnetzes oder eines Bilanzkreises bezeichnet. Es werden kurz- und langfristige Prognosen unterschieden.

Messstellenbetrieb
Das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) ist wesentlicher Bestandteil des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende und regelt das Mess- und Zählwesen in Deutschland umfassend neu. Es ist seit dem 2. September 2016 in Kraft. Grundzuständige Messstellenbetreiber können im Stromsektor ihre Grundzuständigkeit für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme auf andere Netzbetreiber und Messstellenbetreiber, die über eine Genehmigung zur Aufnahme der Grundzuständigkeit verfügen, übertragen.

Mittellast
Mittellast bezeichnet im Kraftwerksmanagement den Bereich der Tageslastkurve, in dem über die Grundlast hinaus zusätzlicher Strom verbraucht wird und
die Charakteristik des Stromverbrauchs so ist, dass sie von Mittellastkraftwerken abgedeckt werden kann. Für kurze Spitzen des Stromverbrauchs, sehr starke Lastanstiege oder unvorhergesehenen Strombedarf müssen dann Spitzenlastkraftwerke hinzugenommen werden.

Netzebene
Die Netzebenen im Bereich der elektrischen Energieversorgung sind in verschiedene Teile unterteilt.
Ebene 1: Höchstspannungsnetz mit 380/220 kV, einschließlich 380-/220-kV-Umspannung
Ebene 2: Umspannung zwischen Höchst- und Hochspannungsebene
Ebene 3: Hochspannungsnetz mit 110 kV
Ebene 4: Umspannung zwischen Hoch- und Mittelspannung
Ebene 5: Mittelspannungsnetz bis üblicherweise 35 kV
Ebene 6: Transformatorenstationen zwischen Mittel- und Niederspannung
Ebene 7: Niederspannungsnetz mit üblicherweise 230/400 V

Netzanschlussvertrag
Der Netzanschlussvertrag ist in der Energiewirtschaft ein Vertrag zwischen dem Anschlussnehmer und dem Netzbetreiber. Der Anschlussnehmer ist der Eigentümer eines Objektes (z. B. eines Hauses bzw. Grundstücks), das an das Netz des Netzbetreibers angeschlossen ist.

OTC Handel Außerbörslicher Handel
Der außerbörsliche Handel, auch Direkthandel, Telefonhandel oder OTC-Handel, bezeichnet finanzielle Transaktionen zwischen Marktteilnehmern, die nicht über die Börse abgewickelt werden. Der Begriff Telefonhandel ist auch heute noch in Gebrauch, auch wenn der Handel überwiegend auf elektronischem Wege abläuft. „OTC“ steht für den englischen Begriff over the counter, was mit ‚über den Tresen‘ übersetzt werden kann.

Ökostrom
Mit dem Begriff Ökostrom wird üblicherweise elektrische Energie bezeichnet, die aus umweltfreundlichen erneuerbaren Energiequellen stammt und Bestandteil einer nachhaltigen Energieversorgung ist. Dies geschieht in Abgrenzung zu konventionell erzeugtem Strom aus Kernenergie und fossilen Energieträgern, wie hauptsächlich Kohle, Erdöl und Erdgas. Gleichbedeutende Begriffe sind Grünstrom und Naturstrom.

Primärenergiefaktor - Primärenergiebedarf
Der Primärenergiebedarf eines Systems umfasst zusätzlich zum eigentlichen Energiebedarf an einem Energieträger die Energiemenge, die durch vorgelagerte Prozessketten außerhalb der Systemgrenze bei der Gewinnung, Umwandlung und Verteilung des Energieträgers benötigt wird.

Regelleistung
Die Regelleistung, auch als Reserveleistung bezeichnet, gewährleistet die Versorgung der Stromkunden mit genau der benötigten elektrischen Leistung bei unvorhergesehenen Ereignissen im Stromnetz. Dazu können kurzfristig Leistungsanpassungen bei regelfähigen Kraftwerken durchgeführt werden, schnell anlaufende Kraftwerke (z. B. Gasturbinenkraftwerke) gestartet oder Pumpspeicherkraftwerke eingesetzt werden.

Smartmeter - Intelligenter Zähler - intelligentes Messsystem = iMSys
Ein intelligentes Messystem ist im engeren Sinne ein Stromzähler, der digital Daten empfängt und sendet und dazu in ein Kommunikationsnetz eingebunden ist. Empfangene Daten sind z. B. Tarifänderungen, gesendete Daten z. B. der Stromverbrauch.

Spotmarkt
Der Spotmarkt wird genutzt, um das Erzeugungs- oder Absatz-/Verbrauchsportfolio kurzfristig für den nächsten Tag zu optimieren. Der Stromversorger kauft auf der Basis aktueller Lastprognosen die benötigten Strommengen ein. Am Spotmarkt kann der Strom auf 1/4-Stundenbasis beschafft und verkauft werden. Die zentralen Plattformen für den Spothandel sind die stündliche und die viertelstündliche Auktion der EEX. Die Preisentwicklung der Spotauktionen spiegelt die physische Situation der Strommärkte wieder. Die Preise fallen je nach Windeinspeisung, Solareinspeisung, Kraftwerksverfügbarkeit usw. sehr unterschiedlich aus.

Stromanbieterwechsel
Unter einem Stromanbieterwechsel versteht man die Kündigung eines Stromliefervertrags und den Abschluss eines neuen Liefervertrags durch einen privaten oder gewerblichen Kunden. Der Wechsel bezieht sich dabei ausschließlich auf den Stromanbieter und nicht auf den Verteilnetzbetreiber.

Strombörsen Europa
Nordpool Pool Spot
Europäischer Spotmarkt (Deutschland, Frankreich, Österreich): EPEX Spot
Österreich, Deutschland: EXAA Energy Exchange
Deutschland: European Energy Exchange EEX
Ungarn: Hungarian Power Exchange HUPX
Osteuropa: PXE-Power Exchange Central Europe
Irland: SEMO
Italien: GME
Niederlande, UK, Belgien: APX/ENDEX
Portugal: OMIP
Großbritannien: Elexon

Stromdicounter Energiediscounter
Energiediscounter gewinnen Ihre Kunden oft durch Vergleichsportale. Wichtig für die Discounter ist es daher ihre Tarife so zu gestalten, dass diese möglichst weit oben gelistet werden. Nachdem die Kunden durch die günstigen Preise unter Vertrag gebracht wurden, werden oft mittelfristig die Preise wieder erhöht, dies zum Teil mit umstrittenen Methoden.

Stromhandel
Unter Stromhandel versteht man die Tätigkeit eines Unternehmens, elektrische Energie am Großhandelsmarkt zu kaufen und zu verkaufen. Vom Stromhandel zu unterscheiden ist die Vertriebstätigkeit am Endkundenmarkt, an dem Produkte für Endverbraucher, meist als Vollversorgungsvertrag zusammen mit Netznutzung und Fahrplanmanagement, abgesetzt werden.

Stromliefervertrag
Der Stromliefervertrag ist in der Energiewirtschaft ein Vertrag zwischen dem Kunden und dem Stromversorger. Die meisten Kunden schließen mit ihrem Stromversorger sogenannte All-inclusive-Verträge ab, die die Entgelte für elektrischen Strom und Netznutzung umfassen. Die Netzentgelte für die Netzdurchleitung des Stromes zahlt dann der Stromlieferant an den Netzbetreiber. Es besteht für Kunden jedoch auch die Möglichkeit, Stromlieferverträge mit Stromlieferanten abzuschließen, bei denen die Netznutzung zusätzlich direkt mit dem Netzbetreiber zu vereinbaren und die Netzentgelte direkt an den Netzbetreiber zu zahlen sind.

Stromversorger
Ein Elektrizitätsversorgungsunternehmen, auch Stromversorgungsunternehmen,  Elektrizitätsversorger, Stromversorger oder Stromanbieter genannt, ist ein Unternehmen, das seine Kunden mit Strom versorgt, d. h. beliefert.

Stromgrundversorgungsverordnung
Die Stromgrundversorgungsverordnung (StromGVV) ist eine deutsche Verordnung, in der die Bedingungen geregelt werden, zu denen Haushaltskunden im Rahmen der Grundversorgung nach § 36 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) von den Elektrizitätsversorgungsunternehmen mit Elektrizität zu versorgen sind.
Die Verordnung regelt den Anspruch der Bürger auf Versorgung mit Elektrizität, nachdem der Strommarkt durch das Energiewirtschaftsgesetz im Jahr 2005 reformiert worden war. Die Verordnung definiert die Begriffe Kunde und Endverbraucher sowie die Grundversorgung und bestimmt den Grundversorger und regelt dessen Pflichten und Rechte u. a. bei der Vertragsgestaltung, Versorgung und Abrechnung. Gemäß § 20 StromGVV darf ein Grundversorger dem Kunden infolge der Kündigung des Grundversorgungsvertrags, insbesondere bei einem Stromanbieterwechsel, keine Gebühren in Rechnung stellen.

Stromkostenoptimierung 
Stromkostenoptimierung - durch den Einsatz modernster Technologie zeitnah den tatsächlichen Bedarf an sämtlichen Unternehmensstandorten und die richtige Strommenge zum richtigen Zeitpunkt, direkt und kostenoptimiert an den Beschaffungsmärkten einkaufen.

Stromzähler
Der Stromzähler ist ein über einen zeitlichen Verlauf integrierendes Messgerät zur Erfassung der Menge einer gelieferten bzw. verbrauchten elektrischen Größe.

Terminmarkt
Wenn Strom für die nächsten Jahre gehandelt wird, dann ist der Terminmarkt der richtige Handelsplatz. Die wichtigsten Kontrakte am Terminmarkt sind die standardisierten Monats-, Quartals- und Jahreskontrakte „Base und Peak“.
Base bezeichnet eine Bandlieferung, bei der der Verkäufer an den Käufer zu jeder Viertelstunde des Lieferzeitraums dieselbe Leistung liefert.
Peakkontrakt heißt, der Verkäufer liefert die Nominalleistung, durchgehend Montags bis Freitag von 8 – 20 Uhr.

Übertragungsnetzbetreiber
Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) sind Dienstleistungsunternehmen, die die Infrastruktur der überregionalen Stromnetze zur elektrischen Energieübertragung operativ betreiben, für  Instandhaltung und Dimensionierung sorgen und Stromhändlern/-lieferanten diskriminierungsfrei Zugang zu diesen Netzen gewähren. Übertragungsnetze stellen natürliche Monopole dar und deren Betreiber unterliegen im Allgemeinen staatlicher Aufsicht. In Deutschland gibt es vier Übertragungsnetzbetreiber: Tennet TSO - 50Hertz Transmission - Amprion und TransnetBW

Variable Tarife
Variable Tarife sind Tarifmodelle, die verschiedene Strompreisstufen, zeit- oder lastabhängig, in einem Tarif vereinen. Bei Gewerbe- und Industriekunden mit größerem Stromverbrauch liegt das Potenzial hoch. Variable Tarife, die den Lastgang zu modifizieren, wirken indirekt energiesparend.

Verteilnetzbetreiber
Ein Verteilnetzbetreiber bzw. Verteilungsnetzbetreiber oder Verteilernetzbetreiber (VNB), ist ein Unternehmen, das Stromnetze zur Verteilung an Endverbraucher betreibt.

Vollversorgungsvertrag
Im Stromhandel werden  Produkte meist als Vollversorgungsvertrag zusammen mit Netznutzung und Fahrplanmanagement angeboten

Wärmekraftwerk
Ein Wärmekraftwerk wandelt Wärme, genauer thermische Energie, teilweise in elektrische Energie um. Die Wärme wird zunächst in einer Kraftmaschine in nutzbare kinetische Energie umgewandelt und diese dann durch einen Generator in elektrische Energie, es finden also Energieumwandlungen statt.

Wirkungsgrad
Der Wirkungsgrad einer technischen Einrichtung oder Anlage ist eine Größe der Dimension Zahl und beschreibt in der Regel das Verhältnis der Nutzenergie zur eingesetzten Energie

zuschaltbare Last
zuschaltbare Last ist ein Stromverbraucher, der vom Netzbetreiber aktiviert werden kann wenn der Bedarf entsteht z.B. ungenutzter Windstrom für die Wärmeversorgung